Michaels KolumneKurzgeschichten


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Dimash Kudaibergen
SOS d'un terrien en détresse

Dimash Kudaibergen wurde der Geschichte nach 1994 in Kasachstan geboren und kommt heute, am Freitag den 24. Mai 2019, auf die Seite 25 seines Lebensbuches. Ausnahmslos alle Menschen haben, nicht nur bei folgendem Song, eine Gänsehaut bekommen, insbesondere Musiker und Gesangsausbilder fehlten die passenden Erklärungen (ausser ein lang gezogenes fragendes: "Waaaas ??? ... oh mein Gott ..." [0][1][2][3][4][5][6]), da Dimash mit seiner Stimme ein unglaubliches Spektrum über 6 Oktaven, von den tiefen Tönen des Basses über die höchsten des Soprans bis hin zum Pfeifregister, abdeckt; vom D (kurz: D2 [4 Daleth "Die Tür"]) über f’’’ (kurz: F6; Falsett [80 Pe "Die göttliche Weisheit"]) bis zum d’’’’’ (kurz: D8; Pfeifregister) - mit einer sagenhaft dynamischen Performance.

Im hohen Norden sagen wir dazu: "Normal is´ das nich´ !" ... etwas sehr, sehr, sehr Außergewöhnliches ... Gefühl bitte AN ...

Direktlink | FULL VERSION | Kanal von Dimash | Website

Der Oginalsong stammt von Daniel Balavoine. Geschrieben hat diesen Song Michel Berger. Songtext in deutscher Übersetzung.

Im Science-Fiction-Film "The Fifth Element" wird "The Diva Dance", meines Wissenglaubens, von der albanischen Opernsängerin Inva Mula-Tschako gesungen, wobei einige Elemente für den Film elektronisch aufgehübscht wurden. Hier nun kommt Dimash Kudaibergen und trägt das Stück ohne Netz und doppelten Boden vor:

Dimash Kudaibergen - mp3 Ausschnitt aus Confessa & The Diva Dance [1]

 

Nichts ist unmöglich! Oder anders ausgedrückt, … streichen wir den Begriff unmöglich doch einfach aus unserem Wortschatz. Dimash hat das volle Potential mit der Musik Welten zu verbinden. Sein Stimmumfang ist zweifellos einzigartig. Dimash gehört für mich zu den welt(en)besten Musikern. Und um eine Verbindung herzustellen: Was Dimash mit Tönen und Klängen zu tun vermag macht Scholli mit absolut weissem Licht ...

Kurz zum Abschluss der Geschichte. Tania Levy gibt noch den Hinweis, dass Dimash einen weiteren Schwierigkeitsgrad zu meistern vermag. Es sind die verschiedenen vokalen Klangfarben, die eigene Melodie der Sprachen, in denen er singt; französisch, kasachisch, russisch, chinesisch, englisch, italienisch, asiatische Sprachen und sogar etwas deutsch. Diese haben alle einen unterschiedlichen Stil bzw. eine eigene Klang- und Tonqualität, die Dimash mit in die Stimmdynamik einzubauen weiß. Das ist ebenfalls ein außerordentliches Talent. Sein engel-i(s)ch verbessert sich übrigens nach und nach, merkt Tania Levy (Vocal Studio Singapore) nebenbei schwärmend an. Also da ist noch Luft ...

Und zu guter Letzt ... ist Leo Cantro, einem Spanier, etwas erstaunliches aufgefallen, als er sich das Video einer Liveveranstaltung angesehen hat. Die Vorführung eines, mit den Stimmbändern, erzeugten Pfeiftones (bei ca. 5:52 Min), nachdem wahrscheinlich sämtliche streunenden Hunde hächelnd vor der Bühne standen und einige Hochtöner der Lautsprecheranlagen fix nachgelötet werden mussten. Also da haut´s einem dann wirklich den Vogel raus ... und für Leo steht spätestens jetzt fest das Dimash, mit über 1,90 m Körpergröße, ein Ausserirdischer ist ... Ich würde dann eher sagen, damit es in das Feindbild der hiesigen Presselandschaft passt, dass Dimash eine von den Russen entwickelte KI ist, die nun weltweit die gesamte Musikszene übernehmen will (Bühnen- und Soundcheck) ... SOS d'un terrien en détresse.

DQ - דק - 4-100

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Kontraste

Von der einseitigen Sichtweise des Menschen habe ich ja schon in einer meiner Kolumnen geschrieben. Wir können maximal nur die Hälfte eines Objektes sehen, die andere Hälfte liegt im Schatten, in der Dunkelheit. Somit sind Licht und Dunkelheit immer untrennbar, gleichzeitig vorhanden. Daher ist es auch fraglich ob es Sinn macht Feindbilder aufzubauen, wenn wir doch wissen das Plus und Minus gleichzeitig vorhanden sein müssen um eine Quintessenz zu bilden.

Das einseitige sehen und denken ist also perspektivisch. Zudem braucht es Kontraste. Wenn ich mit einem schwarzen Stift ein „M“ auf ein weißes Blatt Papier male bildet das Weiß den Kontrast zum Schwarz und umgekehrt. Das Blatt Papier benötigt wiederum einen Kontrast, zum Beispiel den Küchentresen. Dieser braucht ein Oben und Unten sowie eine Räumlichkeit. Der Raum oder das Zimmer gehört zu mehreren Räumen. Diese Kollektion ist eine Wohnung. Die Wohnung gehört zu einem Haus. Das Haus gehört zu einem Grundstück. Das Grundstück mit dem Haus gehört zu einem Ort. Der Ort gehört zu einem Landstrich und so weiter und so fort. Weißt Du worauf ich hinaus will ? Der Kontrast reicht bis in das unvorstellbar Unendliche.

Es gehört alles U N T R E N N B A R zusammen. Es bedingt einander. Nun kommt noch ein weiterer Effekt hinzu. Wir können nicht nur in Hälften sehen sondern auch nur in Facetten. Das heißt, um bei dem Beispiel des Kaffeebechers zu bleiben, wenn wir den Becher fokussieren verschwimmt auch der Hintergrund in einer Unschärfe. Betrachtest Du einen Schriftzug auf dem Becher verschwimmt sogar die eine Hälfte von dem Becher und der Fokus stellt auf den Schriftzug scharf. Das kannst Du sofort selber nachprüfen.

Und nun frage ich Dich, lässt sich aus diesen einseitig perspektivisch facettierten Sichtweisen überhaupt eine objektive, oder gar allgemein richtige Meinung bilden ? Haben wir überhaupt eine eigene Meinung oder plappern wir nur nach was uns, von der Hälfte die wir gerade sehen, sympathisch erscheint ? Basiert unser vermeintliches Wissen nicht eher auf puren materialistischen Glauben, den wir aus Büchern und Schulen eingetrichtert bekommen haben, als auf geistig empirisches Beobachten ? Was von dem das Dir erzählt wurde hast Du jemals selber nachgeprüft ?

Vieles läßt sich hier und jetzt auch gar nicht mehr nachprüfen, wie zum Beispiel die Geschichte über Johann Wolfgang (von) Goethe, der einige politische und administrative Ämter inne gehabt haben soll. Er hat, der Geschichte nach, etliche Gedichte, Dramen, Romane und naturwissenschaftliche Arbeiten verfasst, die u.a. über 3.000 zeichnerische Werke beinhaltet. Nebenbei soll es noch umfangreiche Briefwechsel gegeben haben. Viele unbequeme Reisen mit Pferdekutsche im In- und Ausland, einige sogar mehrjährig, inklusive erotischer Erlebnisse runden die ausgedachte Erzählung ab. Goethe soll selbst eine Bibliothek mit mehreren tausend Büchern gehabt haben, die er angeblich alle gelesen hat. Zudem studierte er nebenbei die Kultur des Arabischen und Persischen sowie den Koran ... und so weiter. Da stellt sich mir doch dringend die Frage, wie hat der gute Mann das alles in seine Lebenszeit packen können ? Offensichtlicher Programmfehler ?

Diese Geschichte erzähle ich, da mir die Tage ein renommierter Herr, an dessen Revers eine Ehrennadel glitzerte, gegenüber stand, der sehr resolut zu erklärten versuchte das Schollis Holophysik gar nicht funktionieren könne. Wo nimmt dieser Mann seine Sichtweise her, ohne Schollis Sachen jemals selbst geprüft zu haben ? Scholli schafft schließlich seit 25 raum-zeitlichen Jahren F A K T E N und keine blinden Glaubenssätze. Ist denn die Schulwissenschaft tatsächlich nur noch purer materialistischer Dogmatismus, dem nichts geistreiches zur Ergänzung gegenüber gestellt werden darf ? Andernfalls ist es vielleicht auch einfach nur ein sinnvolles Spiel der Kontraste ?

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Krafträder


Gestern postete jemand ein Video in Facebook, worauf ein Windkraftrad zu sehen ist, in das ein Greifvogel hinein geriet und auf dem Boden aufschlug. Die Überschrift „Hier der Beweis“ lies mich nachdenken. Es sind ja ansich nur Lichtpixel auf einem zweidimensionalen Bildschirm zu sehen, wie bei einem guten Horrorfilm, sinnte ich nach. Wann habe ich soetwas selbst schonmal gesehen?

Dazu eine kleine Geschichte. Vergangenen Sommer hatte ich Besuch eines buddhistischen Mönches. Er kam mit einem Kombi angefahren, in dem er all sein Hab und Gut verstaut hat, mit dem er so durch die Lande reist. Um zu meiner kleinen Hütte zu gelangen musste er 35 Meter über Rasenfläche laufen, da ich keine Gehwege gepflastert habe. So lief er also mit geneigtem Kopf ganz langsam den ausgetretenen Naturpfad entlang.

Ich fragte ihn ob er in Gedanken versunken sei. Nein, das nicht, er wolle nur darauf achten kein Gewürm zu zertreten, das sicher ihr Zuhause in der Wiese hätte. „Respekt“, dachte ich nur und fragte ihn etwas später ob ich die Windschutzscheibe seines Kombis mit viel Wasser putzen dürfe, da sich darauf sehr viele zerschmetterte Flugtiere befänden, die sicher die Sicht beim Fahren einschränken würden.

Beim Reinigen der Windschutzscheibe fiel uns dann auf das sich auch im Kühlergrill noch ein Federknäul befand. Sicher ein Vogel, der es nicht ganz geschafft hatte …

Ganz bestimmt sind die Bilder von Windkrafträdern die Vögel zerschmettern höchst dramatisch und rütteln am Gemüt. Doch wieviele Greifvögel bleiben an LKW-Planen hängen, werden im Kühlergrill zerschmettert … oder gar von Jägern abgeknallt?

Windkrafträder selbst sind ohnehin der größte geistlose Stuss, wenn man meint damit naturgerechte Energie erzeugen zu können. Die Natur nimmt diese Form, die die Ingenieure für die Rotorblätter erdacht haben, zum Abbremsen und nicht dazu etwas anzutreiben. Ahornsamen haben solch eine Eigenschaft, damit sie nicht direkt neben dem Mutterbaum landen, sondern sanft ein paar Meter weiter abgebremst die Erde erreichen, um dort keimen zu können.

Daher kann ich mich über solch technische Errungenschaften nur wundern … allerdings auch über Menschen die mit Hilfe von Videos schlechte Stimmung verbreiten, wobei die ohnehin schon gereizten Gemüter noch mehr angestrengt werden … ohne jedoch einen Besserungsvorschlag zu haben.

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Die Null und das Nichts

Das Obige Bild ist die materielle, mathematische Formel für NICHTS. Etymologisch (Wortwurzel) bedeutet Mathematik jedoch ganz frech ausgedrückt: Zeichendeuten und Wahrsagerei. Also mit Zahlen rechnen hat Mathematik rein gar nichts zu tun, weil mit Mathematik nur die Logik „bewiesen“ wird, die man sich vorher ausgedacht hat.

So kommt es denn auch das dieses NICHTS zwanghaft materialistisch definiert werden muss. Und so lautet die obige Formel entsprechend übersetzt: „Es existiert eine Menge, die keine Elemente enthält“. Merkst Du was? Ziemlich geistlos, oder?

„Nichts ist, wenn nichts da ist“, wird wohl der logisch denkende Mensch sagen. Doch dann gehst Du ja trotzdem davon aus das ETWAS da sein muss ... auch wenn Du es verneinst. Ich behaupte daher NICHTS kannst Du zwar als Wort denken, es Dir jedoch aus Deiner Polarität heraus nicht vorstellen. Genauso verhält es sich mit dem Wort ALLES …

Die Null wird dann ebenso konzeptioniert, indem gesagt wird: „Die Null regelt den Mengen-Verkehr“. Und es wird eine spannende Geschichte, bis in die tiefste Vergangenheit der Menschheit, erdacht, die keiner von uns hier und jetzt nachprüfen kann, auch wenn man´s gerne wollte.

Also ich glaube denen nix, aber der ganze Artikel im Fachmagazin „Spektrum“ ist mal wieder lesenswert und endet mit der Erkenntnis: Heute kommen wir ohne Null(en) definitiv nicht mehr aus. Stimmt, in mehrfacher Hinsicht !

Ohne jetzt großartig aus der Null fallen zu wollen „arbeitet“ Scholli schon seit raum-zeitlichen 25 Jahren mit dem Nullpunkt ... dem Alles und Nichts, das man sich nicht vorstellen kann ...

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Schollis NEM-Patches
klein aber "oho"

NEM

NEM bedeutet = Natürlicher Elektro-Magnetismus (4polig)

An einem Januar-Montag fuhr ich mit meiner Freundin in ein Einkaufszentrum nach Kiel. Da sie ein Hybridauto fährt habe ich meinen NEM-Patch, den ich um den Hals trage, an eine bestimmte Stelle in den Wagen gelegt, weil die enorme elektrische Spannung, die sich in solch einem faradayschen Käfig aufbaut, doch enorm hoch ist und Kopfschmerzen verursachen würde.

In Kiel angekommen sahen wir schon den hohen Metallturm mit den vielfältigsten Sendeantennen, die überall in Einkaufszentren herum stehen, was sicherlich ein Zufall ist (*räusper). Wir stiegen aus, stürzten uns in das Konsumgetümmel, wobei ich sehr schnell bemerkte das meine Umgebung eigenartig matt wurde. Die Kaufhaushintergrundmusik drang nur noch wie durch Watte in mein Ohr und die Wahrnehmung war wie in einem Nebel eingetaucht. Da fiel mir ein das ich den NEM-Patch im Auto habe liegen lassen und holte ihn ganz schnell.

Es hat einige Minuten gedauert bis ich klar wurde. Doch dann musste ich über die nervig einlullende Kaufhausmusik lachen, die ich nun deutlich wahrnahm und hatte wieder ein erweitertes Blickfeld. Zudem wurde die innere Stimmung freudiger und mein Humor machte sich über die vielfältigen Manipulationen lustig, denen die Menschen an solchen Orten ausgesetzt sind.

Meine Freundin tätigte weiter ihre Einkäufe, ich setzte mich derweil an einen Tisch der vielfältigen Gastroangebote und beobachtete ganz gelassen das bunte Treiben in dem Mammontempel, der scheinbar nur Zombies beherbergt, die, wenn man ihnen in die Augen schaut, ganz schnell weggucken oder den Blickkontakt sogar als Angriff werten. Da wurde mir klar das ich den NEM-Patch etwas forcieren muss ...

Und wenn Du jetzt Lust hast den NEM-Patch für Dich selbst mal auszuprobieren hat Scholli ein Angebot parat. Scholli hat Kupferpatches gefertigt, die nur 20 Euro kosten und Dir Deine Wahrnehmung wieder frei schalten können ...

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Robert Groll
Energie im Überfluß

Der zweite Hauptsatz der Thermodynamik ist eines der Standbeine der modernen Physik. Jeder Physiker weiß um den zweiten Hauptsatz, "doch keine zwei Physiker sind sich darüber einig" (Popper). Er ist nämlich nur ein zu einem Naturgesetz hochgejubelter Erfahrungssatz. Dieses "Naturgesetz" hat nichts mit "exakter Wissenschaft" zu tun, sondern ist eine schlichte Glaubensfrage. Mehr nicht.

Der herrschende Wirrwarr in der Physik hat Methode, kontrollieren doch die Gesetze der Thermodynamik in letzter Instanz die religiösen Vorstellungen, die politischen Systeme, die Versklavung der Menschheit. Sie sind der Grund unseres fragwürdigen Fortschritts.

Robert Groll, Jahrgang 1909, hat sein Leben damit verbracht, diesem Wirrwarr eine Formel zu geben - und wird verspottet. Mit dieser Formel würde der Beweis gelingen, daß der zweite Hauptsatz der Thermodynamik kein Naturgesetz ist und die Möglichkeit besteht, die Energie des Kosmos kostenlos anzuzapfen.

Doch damit wären die Geschäfte der Energiekonzerne, ja das ganze Herrschaftsgefüge, nachhaltig gestört. Allerdings ... warum eigentlich nicht, denn noch gestörter geht´s doch gar nicht ...

http://www.arminwitt.de/groll.html

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Materie ist nicht „Etwas“

Ein Artikel im Fachmagazin „Spektrum“ erregte meine Aufmerksamkeit, da die streng materialistische Naturwissenschaft scheinbar in Bedrängnis gerät. Die Überschrift: „Die Entmaterialisierung der Materie geht zu weit“, klingt fast wie der versuchte Diebstahl eines heiß geliebten Spielzeugs.

Das Weltbild der Physik geht davon aus, dass Materie aus Atomen und weiteren Partikeln besteht, die allerdings nur ca. 1% der eigentlichen festen Masse ausmachen, wobei 99% ein unlösbares Rätsel aufgeben. So wird der gute alte Einstein mit seiner Relativitätstheorie bemüht und es wird gesagt das diese 99% aus lokalisierter Energie besteht. Doch die Beantwortung der Frage „Energie von was?“ bleibt unbeantwortet. Das heißt, die Frage nach dem ursächlich Absoluten wird gar nicht gestellt.

Die etwas feinstofflichere Quantenphysik in ihrer ebenfalls einseitig fragmentierten Beobachtung sagt dazu: “Die Masse ist Energie eines zugrundeliegenden `Etwas`“ und dieses `Etwas` ist das Quantenfeld. Der Feldbegriff soll übrigens von Isaac Newton stammen, dem ja bekanntlich ein Apfel auf den Kopf gefallen sein soll, bei dem bis heute keiner weiß wie der Apfel da auf den Baum gekommen ist. Seitdem haben wir die Schwerkraft ohne den dazugehörigen Gegenpol.

Der gute John Archibald Wheeler prägte die kryptisch-geniale Formel „It from Bit“, was soviel bedeutet wie „Etwas aus Information“. Die Erklärung dazu liest sich wie die Anleitung zu einem Ratespiel. Dennoch soll Wheeler zufolge erst die Information vorhanden sein, die dann wiederum die Materie prägt. Die physikalische Naturwissenschaft muckiert dies jedoch und es wird behauptet es ginge nur mit: „Bit plus It“, was bedeutet das keinerlei Geist hinter den Dingen vermutet werden darf. Dennoch geht man davon aus das es ohne einen Beobachter keine Realität gibt. Herrlich geistlose Widersprüche ...

Also grob auf den Punkt gebracht wissen die Wissenschaften nicht was Materie ist, haben sie jedoch zu ihrer Religion erhoben. So liest sich der ergebnisoffene Artikel im „Spektrum“ wie das Ringen um die Vorherrschaft des Rechthaben wollens. Letztenendes "gewinnen" ohnehin, wie immer, die Scharlatane ... , denn das scheinbar Relative ist das Absolute (Sansara = Nirvana - oder E2 - (c2p2) = m2c4 ).

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Das Ding mit den zwei Seiten
und den Perspektiven

Die Dir zugewendete Seite ist immer nur die Hälfte vom Ganzen. Beobachte Dich einmal selber. Du kannst immer nur die Hälfte der Gesamtfläche eines Objektes sehen. Um die andere Seite sehen zu können musst Du das Objekt entweder drehen oder selbst umrunden, doch dann siehst Du auch wieder nur jeweils die Hälfte des Ganzen. Das kannst Du sofort nachprüfen. Du wirst nie ein Objekt im Ganzen sehen können, doch um es ganz SEIN ZU LASSEN benötigst Du beide bzw. alle Seiten.

Stelle Dir einen Kaffeebecher vor, der auf einem Tresen steht. Für den einen Beobachter zeigt der Henkel nach rechts und für den gegenüber Stehenden zeigt der Henkel nach links. Jeder Mensch sieht immer nur die zu ihm gewendete Seite des Bechers. Und nun fangt ihr an zu streiten ob der Henkel nach rechts oder links zeigt? Dem Kaffeebecher ist das schnuppe, Du kannst ohnehin immer nur die Hälfte eines Objektes in Deinem Blickfeld sehen. Du musst es entweder drehen oder umrunden um es jeweils in Hälften (gerastert) als Ganzes erfassen zu können. Du kannst auch mit Spiegeln arbeiten, hast dann aber gleich mehrere Objekte, von denen Du nur jeweils die Hälfte siehst, bis hin zu einer endlosen Kaskade usw.

In Cern, wo der wahnsinnig teure Teilchenbeschleuniger steht, sind sie ja ganz schlau. Die nehmen die Tasse, schmeißen sie mit voller Wucht auf den Boden, so dass sie in Millionen Einzelteile zerschmettert und suchen dann aus den ganzen Teilchen, von denen sie ja jeweils immer nur die Hälfte sehen können, den Henkel. Wenn sie dann meinen ihn gefunden zu haben, was generell völlig unmöglich ist, fangen sie wieder an sich zu streiten ob der Henkel nun nach links oder rechts zeigt. Ist das intelligent? Und solchen Durchgeknallten schenken wir dann auch noch unseren Glauben?

Ein weiteres Beispiel. Stelle Dich einmal an eine einspurige Straße. Von links kommt ein Auto, wobei Du es nach rechts an Dir vorbei ziehen siehst. Die Räder drehen sich dabei rechts herum. Die gleiche Situation, nur auf der anderen Seite der Straße. Dort siehst Du den Wagen von rechts kommen, der nach links weiter fährt. Die Räder drehen dabei links herum. Das gleiche Fahrzeug aus unterschiedlichen Perspektiven. Du kannst immer nur eine Seite des Wagens sehen. Doch es gehören beide Seiten zusammen, sonst würde das Auto auseinanderklappen und könnte seine Aufgabe nicht mehr erfüllen. Und wenn Du noch genauer hinschaust müsste der Wa(a)gen eigentlich still stehen, wenn Du die Perspektiven gleichzeitig siehst, weil sich die Räder ja auf der einen Seite nach rechts und auf der anderen Seite nach Links drehen. Wenn Du das nachvollziehen kannst bist Du im zeitlosen Jetzt.

Um solche Tatsachen macht man sich im alltäglichen Leben, mit seinem Werte- und Interpretationssystem, im Grunde keine Gedanken. Doch stelle unsere Bundeskanzlerin einfach mal auf den Kopf. Dann lächelt sie sogar ...

So ist auch der Streit ob die Erde flach oder kugelförmig ist völlig unsinnig, denn wir können es nicht sehen, weil wir auch bei einer Kugel immer nur eine Seite betrachten, die ebenso eine Scheibe sein könnte, weil wir meist nur „Fotos“ von der NASA
(da steckt schon Nasenf-LÜGE-l drin) zu sehen bekommen die zweidimensional sind. Also was soll das ganze Gezeter? Damals war die Erde eine Scheibe, dann erkannte man eine Kugel, was einigen Leuten den Kopf gekostet hat, jetzt sollte der nächste Schritt kommen.

Machen wir uns doch lieber mal Gedanken darüber ... „Was ist das GANZE?“ … Warum sehe ich immer nur die Hälfte? … Was hat es für mich zu bedeuten? … Welche Schlüsse ziehe ich daraus? Was machen denn die Menschen beim Beten? Sie legen oder falten ihre Hände zusammen. Die Hände sind polar, jeweils genau spiegelverkehrt. Das Zusammenlegen der Hände bedeutet die Polaritäten zu (ver)EInen, zusammnen zu fügen, damit es wieder ein GANZES wird.

Nur eine kleine Idee, ein aufflackerndes Lämpchen, in Deinem Kopf, löst eine Lawine von Erkenntnissen aus, die Wunder bewirken. Aus der Elektronik ist es ja bekannt das ich, um eine Glühbirne zum Leuchten bringen zu können, immer zwei Pole brauche, Plus und Minus. Wenn ich jetzt zum Minuspol sagen würde er ist grottenschlecht, ihn abschirme und ausgrenze, wird die Lampe niemals Licht spenden. Also … ich benötige immer beide Pole, damit bei mir oben im Stübchen das Licht brennt. Aufeinmal werden Polaritäten hochinteressant.

Krank - Gesund / Hell - Dunkel / Heiss - Kalt / Mann - Frau / Oben - Unten / Rechts - Links / Gott - Teufel / Liebe - Angst (Hass) usw. usf.
Was oder WER ist denn die Mitte um eine Balance zu halten?

Es gibt ein größeres Bild … Alle Ansichten sind grundsätzlich, ohne Feindbilder zu erzeugen, erst einmal richtig, da sie immer eine Seite des Ganzen repräsentieren. Finde die Waage ...

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Der satte Humor des großen Geistes
und seine Sprache

Eines schönen Tages fahre ich mit dem Fahrrad nach Kappeln an die Schlei. Ganz tolle Radwege, an der B201 entlang. Beim gemütlichen Pedale treten denke ich so an die Schullehrpläne, wobei den Kindern immer noch die „Darwinistische Evolutionstheorie“ beigepult wird, in der der Mensch vom Affen abstammt. Innerlich war ich über diesen Mumpitz ganz aufgeregt und ärgerlich. Es grummelte richtig ... obwohl man die Geschichte wirklich manchmal glauben möchte.

Da hörte ich die satten Pneus eines voll beladenen LKW hinter mir, der gaanz seicht an mir vorbei zog. Die lange Ladefläche schob sich in den Blickwinkel des rechten Auges, das den Schriftzug „We Move It All“ sah. Es kam noch ein Stück Ladefläche, wobei mir der Slogan so langsam durchsickerte. Dann sah ich das Heck, auf dessen beiden Türen in 3D ein Affe aufgemalt war, der mich glücklich und Zähne zeigend breit angrinste, die Gitterstäbe mit seinen kräftigen Armen verbog, somit eigentlich von der Ladefläche hätte springen können …

Ab da hatte ich das gesamte Bild. Mich hat es schier vom Fahrrad gehauen weil ich so lachen musste. Ich musste unweigerlich vom Fahrrad absteigen, in die Knie gehen und herzhaft Lachen. Es ist so sonnenklar das der große Geist in Symbolen und Bildern, die wir in der „Außenwelt“ wahrnehmen, spricht. Beobachte das mal … vorallem wenn Du dringende Fragen hast.

Wäre ich oder der LKW in die andere Richtung gefahren hätte es keine Pointe gegeben … Zufall?

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Öffne Dein Herz

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Die Beschränktheit unserer Logik

Oftmals ist es schwierig Sachverhalte zu erklären, wie zum Beispiel den Nullpunkt der vor uns aufgespannten Zeit, womit ich den augenblicklichen Moment, also jetzt, meine. Das ist wahrscheinlich deshalb so schwer zu verstehen, weil wir konditioniert denken. Was ich damit meine erzähle ich hier mit einer kurzen, geistreichen Geschichte.

Gestern besuchte mich Frank, ein sportlicher Typ, der nie das Eingangstor öffnet sondern mit einer unaussprechlichen Leichtigkeit darüber springt. Auch wenn er Treppen hinauf läuft schwebt er fast und nimmt immer 2 Stufen auf einmal, was auf einen freien Geist schließen lässt. Nagut, er nimmt auch regelmäßig Schollis A4 Kieselerde und trinkt viel klares Wasser.

Doch gestern hatte ich ihn beim Wickel … denn ich behauptete das ich, aus dem Stand heraus, höher wie mein Haus (ca. 4,30m) springen könne. Er grinste nur keck und schloss mit mir siegessicher sofort eine lukrative Wette ab, die ich mit voller Sicherheit annahm. Beim Handschlag runzelte er jedoch die Stirn und vermutete schon etwas ...

„Komm wir gehen raus“, sagte ich zu ihm und stellte mich im Abstand von ca. 2 Metern vor die Hauswand, reckte und streckte mich bis es knackte, zog meinen Hoody aus, damit ich mit der Kapuze nicht im Apfelbaum hängen bleibe und bat Frank, außer dem Hoody, noch einen größeren Abstand zu halten, da ich ja nicht wüsste wo ich wieder runter kommen würde. Nicht das ich noch auf ihm lande …

„OK … ich springe jetzt aus dem Stand heraus höher wie das Haus“ und machte dabei einen kleinen Hüpfer. Frank lachte lauthals und fragte: „Was soll das denn jetzt gewesen sein?“.

„Ja“, lachte ich verschmitzt zurück, „Ich bin soeben höher wie das Haus gesprungen, oder hast Du geglaubt das Häuser springen können?“.

(Bild oben: Michael mit Katze)

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Widersprüche der Naturwissenschaft

Das rein quantitativ-mechanistische Erklärungsmodell der Naturwissenschaften über die Welt geht dogmatisch davon aus, dass der Aufenthaltsort unseres Bewusstseins das Gehirn ist. Immer wenn „Außenweltinformationen“ mit dem Gehirn (Bewusstsein?) „in Berührung“ kommen, wie z.B. Schallwellen, sollen diese angeblich im Gehirn in elektro-chemische Signale umgewandelt werden, damit wir sie hören können. (Siehe Auditive Wahrnehmung in Wikihausen - https://de.wikipedia.org/wiki/Auditive_Wahrnehmung)

Nehmen wir einmal an jemand spricht mit uns. Die Schwingungen der Stimmbänder des Sprechers lösen Schallwellen (angestoßene Luftmoleküle) aus, die nach einer gewissen Laufzeit, durch wiederum verschiedene Luftmoleküle, auf das Trommelfell des Zuhörers treffen. Im Innenohr (Cochlea) werden diese mechanischen Schwingungen in elektro-chemische Impulse umgewandelt und über den Hörnerv an das Gehirn weitergegeben. In dem Gehirn sollen dann das Bewusstsein und diese „Außenweltinformation“ aufeinander treffen.

Demnach höre ich die Stimme des Gesprächspartners „in meinem Kopf“. Aber irgendeine unbegründete Ursache zwingt mich diese Stimme außerhalb von mir wahrzunehmen und zwar an der Stelle, wo der Sprecher steht. Wenn diese Theorie stimmt, müsste ich konsequenter und auf ebenso wundersame Weise den Schmerz, eines mir an den Kopf geschossenen Golfballes, dort spüren wo er abgeschossen wurde. Oder sehe ich da etwas verkehrt?

Die Schallwellen sind doch auch „durch die Luft geflogen“, bis sie bei mir waren. Erst dann konnte ich sie hören. Seltsamerweise aber an der Stelle, wo sie ihren Ausgangspunkt hatten. Der Golfball ist doch ebenfalls an einem Ausgangspunkt abgeschossen worden und durch die Luft geflogen“. Warum spüre ich dann den Schmerz nicht auch an der Stelle, wo er abgeschlagen wurde? Nur weil er sich etwas langsamer als die Gasmoleküle bewegt hat und etwas schwerer ist?

Also all diese und auch sämtliche anderen Antinomien oder Paradoxa die immer dann auftreten, wenn die Wissenschaften an die Grenzen ihrer Theorien stoßen, gilt es sorgsam zu hinterfragen. Daher sagte Elon Musk wohl auch sinngemäß, als er seinen roten Tesla "ins All" geschossen hat: "Die Welt ist immer so wie wir glauben was sie ist."

Jetzt kannst Du auch verstehen warum ich die Hälfte meiner Schulzeit, mit dem Gesicht zur Wand, in der Ecke stehen musste, da ich selbstkritisch den Denkapparat einzuschalten wagte ...

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Das Zeitparadoxon

Unser Stammwirt im Dorf, ein echter Haudegen vor dem Herrn, stellte am Freitag eine große Tafel vor die Tür, auf der stand:

"Morgen - 1 Hektoliter Freibier - im Ausschank."

"Oh", sagte ich zu meinem Kollegen, "dann gehen wir doch morgen mal zum Hannes." Gesagt getan. Samstag waren wir pünktlich bei der Kneipe und das Schild stand immer noch draußen vor der Tür:

"Morgen - 1 Hektoliter Freibier- im Ausschank."

Wir betraten also best gelaunt die Kneipe, mit sofortiger Bestellung zweier Freibiere.
"Nö", brummelte der Hannes, "Freibier gibt´s erst morgen". "Ja aber ... die Tafel stand doch gestern schon draußen", muckierten wir uns. "So", sagte er, "dann gehen wir jetzt raus und Du zeigst mir mal das diese Tafel gestern schon draußen stand, das ja wohl auch ein heute gewesen sein muss. Andererseits spielt es auch gar keine Rolle weil es das Freibier sowieso erst morgen gibt."

"Ja aber ... wenn Du sowas ankündigst musst Du es doch auch halten !", schimpften wir etwas grimmig. "Klar", sagte Hannes mit seiner Bärenstimme, "aber erst morgen. Stand doch gestern schon auf der Tafel ! Und heute ist heute, da gibts noch kein Freibier ... erst morgen !"

Daraufhin gab Hannes uns trotzdem einen aus und grinste dabei breit. Unsere Gemüter legten sich wieder und wir begriffen langsam das wir tatsächlich immer nur bewusst im hier und jetzt sein können, da eine Erinnerung an das Gestern nur ein Gedanke ist und das Morgen ansich nie erreicht werden kann ... Trotzdem hatten wir keine Angst das wir den letzten Bus um 20:47 Uhr verpassen würden, denn dann ist ja auch JETZT ...

Reaktion von Pascal via eMail: ... das ist ja auch ´ne coole Nummer. Hat ´ne Weile gebraucht bis ich das kapiert habe. Somit wird es niemals Freibier geben, denn wenn die Leute da sind ist ja immer h e u t e. Echt super ... Das ist fast wie die Aufgabenstellung: "Zeichne mir mal ein Quadrat mit 3 Strichen." Das haben sogar Mathematikprofessoren nicht hinbekommen.

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Was ist Bewusstsein ?

Bewusstsein zu erklären ist wohl genauso schwierig wie jemanden erklären zu wollen was Humor ist. Zuerst ist es jedoch ein Wort oder ein Gedanke, obwohl sich weder ein Wort noch ein Gedanke etwas bewusst ist. Bewusstsein ist im Grunde etwas, das nicht gedacht und schon mal gar nicht erweitert werden kann. Bewusstsein kannst Du auch nicht haben, denn es IST einfach.

Vielleicht ist Bewusstsein das, was jetzt diesen Text in Dir laut gesprochen hört, während Du ihn vorliest, also der „Geist“, der in diesem Moment mit der vorgelesenen Information konfrontiert wird ? In dem Wort „Geist“ steckt allerdings wiederum das EI drin, was ALLES und NICHTS bedeutet. Alles und Nichts kann ebenfalls nicht gedacht werden, außer als ein Wort.

Bewusstsein ist also das, was in dieser Gegenwart, in diesem Augenblick, schaut, hört und empfindet. Und Scholli sagt dazu: „Bewusstsein ist reflektierte Wahrnehmung.“ Doch wer reflektiert da und wer nimmt wahr ?

Ich stelle es mir wie ein Kino vor, in dem ein Projektor, worin eine neutrale Weißlichtlampe (Dein eigener Geist?) durch Spektren, "elektromagnetische Wellen" über die Köpfe der Zuschauer auf eine Leinwand wirft, die dann bewegte Bilder reflektiert.

Dabei sind die Projektorlampe, die Leinwand und die Zuschauer jedoch bewegungslos. Nur das Bild ergibt für den Beobachter eine scheinbare Bewegung, als Zeit und Raum, die sich aus den sich ständig wechselnden bunten Licht-Bildpunkten auf der Leinwand ergibt, die Du dann (für) wahr nimmst und bewertest. Wobei es auch vorkommen kann das Du Dich, meist wenn es ordentlich spannend ist, mit einer der Darsteller_innen auf der Leinwand identifizierst (verwechselst).

Doch irgendwann zieht Dich das Bewusstsein wieder zurück ins hier und jetzt und zeigt Dir das Du nur im Kino sitzt und Dir einen mitreißenden Film anschaust. Dir wird dann klar das Du ja gar nicht die Figur in dem Spielfilm bist, sondern der ruhig in dem bequemen Sessel sitzende Betrachter der Leinwand.

Und wenn es das Bewusstsein zulässt wirst Du möglicherweise erkennen das Du noch nicht einmal der Zuschauer im Kino bist, sondern die Weißlichtlampe im Projektor. Und so könnte die Erkenntnis weiter gehen, bis Du dem Bewusstsein direkt begegnest und dann ganz genau weißt WAS Bewusstsein wirklich ist.

So stehle ich mich aus der Beantwortung der Frage "was Bewusstsein ist" heraus und möchte Dich bitten mir Deine Idee dazu zukommen zu lassen ...

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Das ewige Jetzt

Besinnung zu Weihnachten. Völlerei, Geschenke, verordnete Friedlichkeit … und dann … später am Abend, wenn so ziemlich alles gesagt wurde, holt Muttern das alte, in dunkelbraunes Leder gebundene, Familien-Fotoalbum heraus.

Ein dicker Wälzer, bei dem die eingeklebten Fotos noch mit einem halbtransparenten Pergamentpapier für die Ewigkeit geschützt sind, … schlägt es auf, zeigt mit dem Finger auf eines der alten vergilbten schwaz-weiß Fotos und behauptet dabei doch felsenfest: „Gucke mal. Das bist Du am Baggersee ….“, wobei sie mich mit tiefen Blicken anguckt. Du weißt wie eine Mutter gucken kann wenn sie ihren nostalgischen Moment hat ? Die anderen gackerten und freuten sich diebisch über das Opfer …

In mir kam Widerstand auf. Das bin ich nicht ! Ein dickliches, pausbackiges Menschenkind, in selbst gehäkelter Badehose auf halb zwölf (ich vermutete dunkelblaue Wolle) grinste blöde aus dem Foto heraus. „Nein, das bin ich nicht“, erhob ich meinen vergeblichen Protest. Die anderen lachten hämisch …

Muttern behauptete felsenfest das ich das sei, denn sie müsse es ja schließlich wissen. Ich gab mein Veto auf und ließ sie in ihrem Glauben, damit der weihnachtliche Frieden nicht gestört würde …, wobei mich eine zutiefst innere Schadenfreude beschlich, da die anderen ja auch noch dran waren. Wie jedes Jahr ...

Nach viel Gelächter, bei dieser Reise in die Vergangenheit, sprach dann einer der Sippe die Zukunft an, mit der Frage was uns wohl im neuen Jahr so alles begegnen werde. Und ganz abgesehen davon war früher ohnehin alles irgendwie besser …

Die Gespräche wechselten nun von der Vergangenheit zur Zukunft, hin und her, ohne das einer auf die Idee kam das wir uns diese Zeitreisen in diesem Moment, also JETZT, im Grunde nur ausdenken.

Wir kreisen ständig in der Spanne von gestern und morgen. Die Gegenwart, den jetzigen Augenblick, lassen wir dabei völlig außer Acht, obwohl wir nur JETZT an ein imaginäres Gestern oder ein ungenaues Morgen denken oder gar glauben können.

Du kannst nur JETZT diesen Text lesen. JETZT. Und wenn Du Dich morgen an diesen Text erinnern solltest erinnerst Du Dich in einem JETZT daran. Du bist ständig im JETZT und merkst es gar nicht … Ich habe 20 Jahre dafür gebraucht das JETZT zu begreifen …

Wir sind keine Opfer von einer ausgedachten Vergangenheit oder einer nebulösen Zukunft. Der Kraftpunkt liegt immer (im Meer) in dieser permanenten Gegenwart. Im JETZT liegt der Kreuzungspunkt reales Geschehen zu verwirklichen. Du bist der Schöpfer, gemäß Deiner Glaubenssätze die Du denkst …

Ich wünsche Dir somit JETZT
einen gesunden Start ins neue Jahr 2019

und freue mich dieses neue Jahr mit Dir gemeinsam (im JETZT) gestalten zu können … Die Welt wird so sein wie Du sie Dir ausdenkst.

P.S.: Das obige Foto ist übrigens echt (von Michael). Das Angesprochene wollte ich jetzt nicht aus dem Album reißen ...

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Die besinnliche Zeit 2018

Weihnachtliche Stimmung hält Einzug …

Weihnachtsmärkte die, mit Metallpoller und mit Sand befüllten Stahlgitterkörben, umrandet und geschützt sind, geben einem das kuschelig sinnliche Gefühl der weihnachtlichen Geborgenheit und Sicherheit, … in diesen rauhen Zeiten, in denen die Weltbühne komplett umgebaut wird.

Dunkel gekleidetes Sicherheitspersonal patrouilliert zwischen Punsch- und Kunsthandwerkerständen, schwer bewaffnet mit Maschinenpistolen und ernsten Gesichtern, … zu allem bereit, dem medial emporgehobenen Terror die Stirn zu bieten.

Bei weihnachtlicher Beschallung, „Stille Nacht, heilige Nacht“, reichen nette Damen und Herren den Besuchern Broschüren entgegen, in denen dem loyalen Bürger erklärt wird, wie er sich bei einem Terroranschlag zu verhalten hat. Gut aufgeklärt schmeckt der Glühwein doch doppelt so gut … und ein zweiter ist immer angebracht, denn es könnte in jeder Sekunde der letzte sein.

Medial gut vorbereitet und auf alles gefasst, ist man für den Genuss von etwas Besinnlichkeit zu allem bereit … sogar dazu, das eigene Leben zu opfern. Und eigentlich bräuchten die Terroristen bei der diesjährigen Schutzstrategie gar nichts mehr zu tun, nur abwarten, denn du kommst zwar rein aber nicht so leicht wieder raus, weil ja überall Absperrungen herum stehen.

Und wenn dann noch ein bärtiges Gesicht, halb vermummt, „hou hou hou“ rufend, vorbei kommt, kann man förmlich die, unter dem roten Kaftan, versteckten Dynamitstangen riechen. Ab da nutzen die Broschüren wenig, wenn du bei solch einer gemeinen, fiesen Terroristenmentalität unkontrolliert zusammenzuckst und alsbald, wie eine angebrannte Weihnachtsgans, hysterisch herum hüpfst und einen Amoklauf beginnst. Der Ausbruch einer Massenpanik ist da ja geradezu vorprogrammiert.

Ab einem gewissen Punschpegel hinterfragst du ohnehin jeden Menschen innerlich nach seinem terroristischen Hintergrund. Und du kommst alsbald zu dem kompromisslosen Ergebnis … Jeder könnte ein Terrorist sein. Alternativ- und ausnahmslos … Jede/r! Einschließlich dem dritten Geschlecht … „divers“! Vom Terror, gut eingezäunt, umzingelt … Da wäre es doch praktisch wenn jeder Mensch eine Armbinde der jeweiligen Gesinnung trüge.

Also dieses Jahr ist es wieder eine harte Zeit der Besinnung, in der uns die Lichtgestalten der Nachrichtenindustrie, mit greller Illuminierung, den Terror plastisch in Szene setzen, der dann unsere Bürgergehirne in eine zermürbende, kollektive Angststimmung pressen soll.

Harmonie, Eintracht und Verbrüderung herrscht einzig und alleine bei den weltweiten, im Degenerationssattel sitzenden, Presseanstalten, die wie aus einem Rohre, auf wundersame Weise über den ganzen Globus verteilt, „Terror, Bombendrohung und Amoklauf“, penetrant in Endlosschleife, verkünden.

Somit also eine ganz normale Weihnachtsgeschichte, bei der sich der, nur durch Inzucht erhaltende, schwarze Adel genüsslich auf die Schenkel klopft, ohne zu bemerken das er gerade auf der Weltenbühne ausgetauscht oder ganz und gar entfernt wird …

Bei diesem individuellen Gedanken schmeckt mir der Punsch allerdings wieder. Eine unbeschreiblich freudige Gelassenheit durchströmt mich und lässt mich diese schöne Zeit im Jahr genießen. So wünsche ich auch Dir einen schönen 3. Advent ...

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Nächtliche Wanderung

Eine sehr nette Geschichte aus Alf Jasinskis Tagebüchern zur Orientierung in der Dunkelheit ...

 

Am Wochenende habe ich mal wieder eine Wanderung vorgenommen und habe mich, wie meistens auf meinen Exkursionen, total verfranzt. Ausgeschilderte Wanderwege sind mir meistens suspekt, denn ich laufe doch nicht dort, wo jeder Depp herumrennt. Also zweige ich ab, nehme Abkürzungen oder aussichtsreich anmutende Trampelpfade, weil das auch die Seele berührt und den Orientierungssinn fördert.

Seele war eine gewisse Zeit relativ entspannt dabei, aber Orientierungssinn warf gelegentlich Einwände ein, besser aufzupassen. Es kam eine äußerst interessante Kommunikation zustande, der ich geistig konzentriert zuhörte und mich zu wundern begann, wie mehrgleisig der Mensch sich mit sich selbst unterhalten kann. So entstand eine spannende Konversation, in dessen Verlauf sich meine unterschiedlichen Persönlichkeiten scheinbar völlig verirrten.

Nun wurde auch Seele nervös und Orientierungssinn fing an hysterisch auf mein Denken einzuschreien. Ich hasse Hysterie – besonders in der Natur! Bis ich wieder alle unter einen gemeinsamen Nenner, sprich Hut, vereinen konnte, wurde es schon verdächtig dunkel. Einige meiner Sinne können bei Dunkelheit nicht mehr sonderlich hilfreich operieren, so dass ich mich mehr auf meinen Tastsinn verlassend durchs Dickicht stolperte und endlich auf einen Waldweg stieß.

Sich anhand der Sterne zu entscheiden, wo denn nun die Himmelsrichtungen abzulesen sind, fordert wiederum ein erhöhtes Maß an Konzentration heraus. Mit der Taschenlampe konnte ich mich am Moos der Bäume endlich orientieren, wo Westen liegt. Das kann sehr hilfreich sein, wenn man weiß, woher man vorher kam. In meinem Fall muss ich zugeben, wusste ich nicht mehr, wo ich anfangs eingestiegen bin.

Nach längerem Nachdenken fand ich heraus, dass ich mir einen Referenzpunkt erarbeiten musste, um die weitere Wegplanung auszufeilen. Suchen Sie mal einen Anhaltspunkt in der Wildnis, von dem aus Sie ihre Position und die Position Ihres geparkten Autos berechnen können, ohne einen Kompass dabei. Aber mir gelang es! Ich begann spiralförmig von meinem Standpunkt aus auszuschwärmen. Das heißt, ich ging in immer größer werden Kreisen, bis ich gegen vier Uhr morgens endlich gegen mein Auto rannte.

So nächtliche Wanderungen werde ich in Zukunft unter meiner Führung anbieten. Wer Interesse daran hat, Geist, Seele und Körper meiner Obhut anzuvertrauen, der soll sich gerne melden.

HINWEIS: In Kürze bringt der GartenWEden-Verlag ein Buch mit Kurzgeschichten von Alf Jasinski und Christa Laib-Jasinski heraus. Diese Geschichten hatte Alf über viele Jahre Woche für Woche für eine kommunale Zeitung geschrieben und meine stammen aus der monatlich erscheinenden Zeitschrift GartenWEden und sie sind viel zu schade, um nicht gesammelt herausgebracht zu werden. Das Buch wird heißen "Affentheater – der ganz normale Wahnsinn" ...


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